Geschichte der Bowlingfreunde Bonn e.V.

In 2011 können wir unser 40-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Ein in Bowlingkreisen recht seltenes Jubiläum. Dies hat vielerlei Gründe. Zum einen ist Bowling als Leistungssport in Deutschland erst seit Mitte der 1960er Jahre bekannt, zum anderen wurden und werden immer wieder Vereine gegründet, die sich dann nach einigen Jahren wieder auflösen oder sich anderen Vereinen anschließen.

Wie sie daraus schon erkennen können, stehen wir somit für Kontinuität im Bowlingsport.

Seit unserer Gründung ist das Sportbowlingcenter Bonn unsere Trainingsstätte. Daraus resultiert natürlich eine enge Verbundenheit zum Center und zum Management des Hauses.

Gegründet wurde der Verein von einigen Bowlingbegeisterten im April 1971. 1972 erfolgte dann die Eintragung in das Vereinsregister unter dem Namen "1. Bowlingsportverein Bonn - 1. BSV Bonn"

Mitte der 70er Jahre existierten innerhalb des Vereins mehrere Clubs. So z.B. die " Bowling Company " oder der " BC Bonn ". Nach verschiedenen Differenzen trennte man sich voneinander und es entstanden eigenständige Vereine. Der "IBV Bonn" und der "BC Beuel" gehen beide auf ehemalige Mitglieder des 1.BSV Bonn zurück.

Grosse sportliche Erfolge gab es bis Ende der 1980er Jahre nicht zu vermelden. Zwar gab es zwischenzeitlich immer wieder Damen- oder Herrenmannschaften die in der höchsten Liga in NRW mitspielten; dies war jedoch leider nie von langer Dauer und der große Wurf Richtung Bundesliga blieb verwehrt. Immerhin gibt es einige bekannte Namen, die in unserem Verein groß geworden sind. Erwähnt seien hier beispielhaft Ruth Hehl, Sabine Leyer und Kerstin Deter, die es beim BV Düsseldorf bis zur Bundesliga und zu Spitzenspielerinnen in Deutschland brachten.

Aber auch der Bowlingsport ist für Überraschungen gut! In der Saison 1989/90 schafften unsere Damen fast sensationell den Sieg im Landespokalwettbewerb und durften als Vertrerinnen des Landes NRW am deutschen Pokalfinale in Hamburg teilnehmen. Dort reichte es zwar "nur" zum achten Platz - angesichts der Konkurrenz der Bundesligavereine aber ein achtbares Resultat und auch heute noch der größte sportliche Erfolg des Vereins.

Anfang der 90er Jahre wurde im Bonner Bowling dann kräftig fusioniert. Den Anfang machten der "BC Bad Godesberg" und die "Flying Pins Bad Godesberg" im Jahre 1991. Übrigens beides Vereine, die nicht aus dem BSV hervorgegangen sind.

Als "BC Crocodiles Bonn" wollte man gemeinsame Schritte in eine erfolgreiche Zukunft machen. Ende 1992 kamen dann noch fünf verbliebene Mitglieder des "BV Starpins St. Augustin" dazu. Dies war aber nur der Anfang: Konsequenterweise suchten sowohl der Vorstand des "BC Crocodiles Bonn" und des "1.BSV Bonn" Gespräche und im Juni 1993 war es dann soweit. Die (für Bowlingverhältnisse) Elefantenhochzeit wurde vollzogen und mit weit über 120 Mitgliedern entstand der viertgrößte Verein in NRW. Mit zeitweise 5 Herren-, 2 Damen- und 3 Jugendmannschaften wurde um Pins und Punkte gekämpft. Eine Dimension die der Bowlingsport im südlichen NRW noch nicht gesehen hatte.

Leider ging der Bonn-Berlin Beschluss auch an unserem Verein nicht vorbei! Die Zahl der Mitglieder sank bis Ende der 90er Jahre auf etwa ein Drittel. Zeitweilig war nur noch eine Herren- und eine Jugendmannschaft im Einsatz.

Um der Mitgliederstagnation entgegenzuwirken wurden im Jahr 2003 verschiedene Arbeitsgruppen ins Leben gerufen um den Verein, seine bestehenden Konzepte und Handlungsweisen auf den Prüfstand zu stellen und zu verbessern bzw. zu modernisieren. Mitte 2004 wurden die ersten Ergebnisse umgesetzt. Den Lohn ernten wir dafür seit Mitte des ersten Jahrzehnts im neuen Jahrtausen. Ein stetiger Mitgliederzuwachs in den Jahren 2004 bis heute machten uns aktuell wieder zum viertgrößten Verein in NRW.

In 2007 wurde in NRW zum ersten Mal wieder ein Trainerlehrgang angeboten. Diesen absolvierten vier Mitglieder unseres Vereins erfolgreich. Damit haben wir die höchste "Trainerdichte" innerhalb der Vereine in NRW. Die sportlichen Leistungen, aber auch die Motivation bei den Mitgliedern nimmt seit dem stetig zu. In der Saison 2008/2009 nahmen wieder 5 Mannschaften (2 Herren-, 2 Damen- und eine Jugendmannschaft) am Spielbetrieb der WBU teil. Drei der vier Erwachsenenmannschaften schafften dabei sogar den Aufstieg. Mit Lena Werthmann (B-Jugend) hatten wir in 2009 erstmals eine Teilnehmerin und Medaillengewinnerin bei den Deutschen Meisterschaften! Jessica Werthmann konnte sich gleich im nächsten Jahr ebenfalls für die DM qualifizieren, konnte aber leider keine Medaille gewinnen. In der Zukunft wollen wir versuchen, in jedem Jahr Teilnehmer zu den Deutschen Meisterschaften entsenden zu können. Gute Chancen gibt es dazu in allen Altersklassen!

Mit Rainer Winand (Vorsitzender) und Frank Werthmann (Ref. f. Öffentlichkeitsarbeit) sind zwei unserer Mitglieder im Vorstand des nordrhein-westfälischen Landesverbandes WBU (Stand 2010).

 

 

 

 

 

 

 

© 2012 Matthias Wobbermin